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3. Türchen: ein Lebkuchenkranz ohne Apfel

Beitragvon Wichtel » 3. Dezember 2016, 21:20

Der rote Weihnachtsapfel

Der Frühling war ins Land gezogen, überall grünte und blühte es. So meinte auch der alte Apfelbaum im Garten, dass es an der Zeit wäre sein weißes Blütenkleid anzulegen. Wunderschön sah er aus. Die Bienen summten in seinen Zweigen, die Vögel begrüßten jeden neuen Morgen mit einem Lied. Konnte es ihm denn besser gehen. Der Apfelbaum stand da im Gar-ten und erfreute sich an seinen Apfelkindern. Ganz klein und winzig zeigten sich die ersten Äpfel an seinen Zweigen.

Der Sommer hielt Einzug, die Sonne lachte strahlend vom Himmel, der Regen tränkte den Baum, wenn die Sonne es wieder einmal etwas zu gut gemeint hatte. Der Apfelbaum sah stolz auf seine reifenden Äpfel. Schön sahen sie aus, wie sie so kräftig und prall an den Zweigen hingen. Im Spätsommer sprangen die ersten Apfelkinder vom Baum hinab ins Gras. Sie wollten schon längst nicht mehr so langweilig am Baum herum hängen, sie wollten etwas erleben. Der Vater kam in den Garten hob einen der Äpfel auf und biss herzhaft hinein. „Wie süß und saftig sie in diesem Jahr wieder sind“, freute er sich. „In ein paar Tagen werden wir die Äpfel ernten können“, dachte er. Es wurde eine reiche Ernte. Sie füllte den Keller mit Wintervorräten. Aus den Falläpfeln wurde süßer Apfelmost. Als der Herbst sich seinem Ende zu neigte, und der Apfelbaum schon fast alle seine Blätter verloren hatte, kam die kleine Elke in den Garten. „Vati, schau ganz oben im Baum hängt noch ein Apfel!“ Der Vater schaute nach oben und meinte, „da kommt kein Mensch heran, wir lassen ihn den Vögeln für den Winter hängen.“


Elke jedoch tat es Leid um den einsamen Apfel. Jeden Tag lief sie in den Garten um zu sehen, ob er noch am Baum hing. Eines Tages, nach einem heftigen Herbststurm, fand Elke den Ap-fel nicht mehr an seinem Platz. Aufmerksam suchte sie den Rasen ab und fand auch ihren Apfel. Doch wie sah er aus? Obwohl der Apfelbaum nur grüne Äpfel trug, hatten die Wochen im Herbstsonnenschein diesem Apfel schöne rote Wangen gemalt. Schnell lief Elke mit ihrem Apfel ins Haus. „Mutti, sieh, unser letzter Apfel ist ein Weihnachtsapfel geworden.“ So hing der letzte Apfel zum Christfest am Weihnachtsbaum. Im Glanz der Kerzen, dachte der Apfel an die Sommersonne im Garten zurück.


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Weihnachtsglocken
O Winterwaldnacht, stumm und her,
mit deinen eisumglänzten Zweigen,
lautlos und pfadlos, schneelastschwer,-
wie ist das groß, dein stolzes Schweigen!

Es blinkt der Vollmond klar und kalt;
in tausend funkelharten Ketten
sind festgeschmiedet Berg und Wald,
nichts kann von diesem Baum erretten.

Der Vogel fällt, das Wild bricht ein,
der Quell erstarrt, die Fichten beben;
so ringt den großen Kampf ums Sein
ein tausendfaches banges Leben.

Doch in den Dörfern traut und sacht,
da läuten heut` zur Welt hinieden
die Weihnachtsglocken durch die Nacht
ihr Wunderlied - vom ew`gen Frieden.


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Lebkuchenkranz
Was wir brauchen:
150 g Butter oder Margarine
200 g Zucker
1 Prise Salz
1 Päckchen Vanillin-Zucker
5 Eier (Größe M)
100 g Marzipan-Rohmasse
225 g Mehl
75 g Speisestärke
75 g gemahlene Mandeln
2 TL Lebkuchengewürz
1 Päckchen Backpulver
100 ml Milch
200 g gemischte kandierte Früchte
2 EL Rum
200 g Zartbitter-Kuvertüre
100 g Schlagsahne
15 g Kokosfett
60 Mandelkerne ohne Haut
10 kandierte Kirschen
Fett und Mehl

Wie es gemacht wird:
Fett, Zucker, Salz und Vanillin-Zucker mit den Schneebesen des Handrührgerätes cremig rühren. Eier nacheinander unterrühren, Marzipan hineinraspeln. Mehl, Stärke, gemahlene Mandeln, Lebkuchengewürz und Backpulver mischen. Abwechselnd mit der Milch unter die Fett-Eimasse rühren. Früchte grob hacken und zusammen mit dem Rum unter den Teig heben. Teig in eine gefettete, mit Mehl ausgestäubte Savarin-Form (26 cm Ø) füllen, glatt streichen. Im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 175 °C/ Umluft: 150 °C/ Gas: Stufe 2) 30–35 Minuten backen

Kuchen aus dem Ofen nehmen und auf ein Kuchengitter setzen. Etwas abkühlen lassen, aus der Form stürzen und auskühlen lassen. Kuvertüre, Sahne und Kokosfett unter Rühren in einem Topf schmelzen. Etwas abkühlen lassen und den Kuchen damit überziehen

Ganze Mandeln als Blumen auf den Kuchen setzen, leicht andrücken. Jeweils eine Kirsche in die Mitte jeder Blume setzen. Kuchen kühl stellen, bis der Schokoladenguss fest geworden ist


... und so schaut es fertig aus: Bild


der Zauber des Advents fängt uns so langsam ein:
Bild
Liebe Grüße
Euer Advents-Wichtel

:wsmile:
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