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Rezepte zum besseren Einschlafen

Rezepte aus der Hexenküche
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Rezepte zum besseren Einschlafen

Beitragvon Gytha » 2. August 2007, 11:17

Gytha schrieb am 04.10.2004 18:39 Uhr:
Nicht einschlafen zu können, sich im Bett hin- und her zu wälzen, ist wahrlich nicht lustig. Nachstehend einige Kräutlein und Hilfsmittel ganz ohne Chemie, um sanft und schnell in Morpheus' Arme zu sinken:

Das wohl bekannteste Hausmittel ist, vor dem Schlafengehen heisse Milch mit Honig und eventuell einem Eigelb verquirlt zu trinken. Dann gibt es noch die bewährten Kräutertees:
- Johanniskrauttee
- Apfelschalentee
- Hopfenzapfen-Tee
- Baldriantee
- Melissentee, mit Honig gesüsst

Weitere Hausmittelchen sind:
- Ein mit Brennesselblättern gefülltes Kopfkissen
- Vor dem Schlafengehen eine Handvoll Anissamen mit kochendem Wasser übergiessen und den Dampf einatmen
- Einige in Milch gekochte Zwiebeln essen

Wer sich gerne selbst einmal als Kräuterhexe versuchen möchte, der mag sich vielleicht an die Herstellung von Veilchensirup wagen. Der ist nicht nur gegen Husten gut, weil er schleimlösend wirkt, sondern wirkt auch schlaffördernd und herzstärkend. Die Zubereitung:

Variante 1
Um den Veilchensirup zu bereiten, nimmt man im Frühjahr einfache Veilchen, ehe sie noch zu sehr aufgeblüht oder verwelkt sind; man reinigt sie von dem Kelche und gießt etwas kochendes Wasser darauf, welches man dann gelinde ausdrückt, um den Blumen einen Teil ihres schleimigen, gärungsfähigen Stoffes zu nehmen. Dieses Wasser gießt man dann weg; die Blumen bringt man hierauf in einen irdenen Topf oder, besser, in ein zinnernes Gefäß und übergießt sie mit doppelt soviel Wasser, als sie wiegen. Man läßt sie 12 Stunden bei einer gelinden Wärme in Digestion und drückt sie dann in einem rein gewaschenen Tuche in der Presse aus.
Die erhaltene Flüssigkeit setzt etwas grünliches Satzmehl ab, von welchem man sie durch Abgießen scheidet, weil es die Farbe des Sirups verderben würde. Man wägt nun diese Flüssigkeit und läßt in 1/2 kg derselben im Wasserbade 1 kg raffinierten Zucker zergehen, wobei man den Sirup umrührt; man schäumt ihn gut ab und bringt ihn in Flaschen, die man an einem kühlen Orte aufbewahrt.
Dieser Sirup muß, wenn er gut bereitet ist, eine schöne blaue Farbe haben. Heiß muß er, mit der Sirupswage geprüft, 32 1/2° und kalt 37 1/2° wiegen.
Die Franzosen geben den in Gärten kultivierten Veilchen vor den wildwachsenden den Vorzug.

Quelle:
Giacomo Perini's Schweizerzuckerbäcker, Weimar 1893


Variante 2
Im Frühling nehme man 500 g frischgepflückte und gut ausgelesene Veilchen.
1 1/2 l destilliertes Wasser werden zum Kochen gebracht. Da hinein werden nun die Blumen geworfen und das Ganze wird über Nacht zugedeckt ziehen gelassen. Anschließend wird die Flüssigkeit durch ein feines Tuch gefiltert und der Stoff dabei gut ausgedrückt.
Einige Stunden stehen lassen, dann noch einmal abgießen. 1,5 kg weißen Zucker pro Liter so gewonnener Flüssigkeit hinzufügen und vorsichtig im Wasserbad zugedeckt auflösen.
Danach den Sirup abkühlen lassen und in Flaschen füllen.
Dieser Sirup ist ausgezeichnet für die Brust.

Quelle:
Website von Nathalie Casbas http://perso.wanadoo.fr/n.casbas/index.htm
Gruß
Gytha

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Re: Rezepte zum besseren Einschlafen

Beitragvon Sheewa » 2. August 2007, 11:18

Sheewa schrieb am 02.04.2006 11:34 Uhr:
gegen Schlafstörungen, Stress, Nervosität

Man wählt gewöhnlich drei aus, die zum Beschwerdemuster passen:

Baldrian: Erwartungsangst (1TL / T /Kaltansatz)

Melisse: "grundlose" Beklemmung, Nervosität, krampflösend (1TL / T /Aufguss, 2-3 x täglich)

Johanniskraut: Niedergeschlagenheit, Nervosität, (1 EL / T / Aufguss, 2-3 x täglich)

Passionsblume: körperliche Verspannung (2 TL / T / Aufguss, 2-3 x täglich)

Bittere Orange: seelische Verspannung (2 TL / T Aufguss)

Hopfen: Erregungszustände, Überreizung (1 EL / T / Aufguss)

Lavendel: Nervenschwäche (1 EL / T / Aufguss)

Man macht gewöhnlich 3 - 4wöchige Kuren.

Baldrian darf man nicht überdosieren, sonst bekommt man Herzklopfen.
Bei Johanniskraut ist zu erwähnen, dass man während der Kur und einige Zeit danach keine Sonnenbäder nehmen darf, weil es lichtsensibilisierend wirkt.

Mischung für Beruhigungstee laut ÖAB:

10 Teile Melissenblätter
10 Teile Pfefferminzblätter
10 Teile Orangenblüten
10 Teile Bitterorangenschalen
60 Teile Baldrianwurzel

1 EL / T / Aufguss

LG
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